Die Kreisfrauenbeauftragte des Kreisfeuerwehrverbandes Regen, Katrin Schreiner, und ihre Stellvertreterin Carina Trauner nahmen kürzlich am Seminar für die Frauenbeauftragten der Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände an der Feuerwehrschule in Lappersdorf bei Regensburg teil. Das zweitägige Seminar diente vor allem dem Austausch, der Weiterbildung sowie der Weiterentwicklung der Frauenarbeit in den Feuerwehren.
Zu Beginn der Veranstaltung richtete die Landesfrauenbeauftragte Andrea Fürstberger ein Grußwort an die Teilnehmerinnen und betonte dabei die große Bedeutung von Frauen in den Feuerwehren. Frauen seien aus den Feuerwehren längst nicht mehr wegzudenken und würden in allen Bereichen wichtige Aufgaben übernehmen. Auch Staatsministerin Ulrike Scharf sowie die Ehrenamtsbeauftragte Gabi Schmidt richteten Grußworte an die Teilnehmerinnen und würdigten das Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen Feuerwehrfrauen.
Ein besonders eindrucksvoller Programmpunkt folgte anschließend mit einem Einsatzbericht von Sandra Gebhart von der Berufsfeuerwehr München. Sie berichtete über die Amokfahrt in München und schilderte den Einsatzablauf aus Sicht der Einsatzkräfte. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine gute Ausbildung, Zusammenarbeit und Nachbereitung von belastenden Einsätzen für die Einsatzkräfte ist. Der Bericht hinterließ bei den Teilnehmerinnen einen bleibenden Eindruck.
Im Anschluss stand eine Führung durch die Berufsfeuerwehr in Regensburg auf dem Programm, bei der die Teilnehmerinnen einen Einblick in den Alltag und die Organisation einer Berufsfeuerwehr erhielten. Der erste Seminartag endete mit einem gemeinsamen Abendessen in der Regensburger Innenstadt, bei dem vor allem der Austausch mit den anderen Kreis- und Stadtfrauenbeauftragten im Mittelpunkt stand.
Am zweiten Seminartag fanden verschiedene Workshops statt. Zunächst wurde der Workshop „Vielfalt fördern – neue Zielgruppen gewinnen“ von Vertreterinnen des Landesfeuerwehrverbandes durchgeführt. Dabei ging es darum, die Strukturen der Feuerwehren zu analysieren, mögliche Lücken zu erkennen und gezielt neue Zielgruppen für den Feuerwehrdienst anzusprechen. Gemeinsam wurden Strategien erarbeitet, wie neue Mitglieder gewonnen und die Feuerwehren langfristig gestärkt werden können.
Im anschließenden Workshop „Alles unter einen Helm bekommen“ ging es um das Thema Stress und Belastung im Alltag. Referentin Jutta Preisinger, systematische Beraterin und BGF-Trainerin im Auftrag der AOK, zeigte auf, wie Stressfaktoren erkannt werden können, die durch die Vielzahl an Aufgaben in Beruf, Familie und Feuerwehr entstehen. Gemeinsam wurden Methoden und Möglichkeiten erarbeitet, die helfen können, den Alltag besser zu strukturieren und Belastungen zu reduzieren.
Insgesamt war das Seminar sehr lehrreich, informativ und bot viele neue Ideen sowie einen intensiven Austausch mit den anderen Frauenbeauftragten aus ganz Bayern. Die gewonnenen Erkenntnisse und Impulse sollen nun auch in die Arbeit im Landkreis Regen einfließen.


