B 4 – Rauchentwicklung im Dachboden – Großeinsatz für Atemschutzträger in Rinchnach

Mann (26) stirbt bei Dachgeschoss-Brand

Ein Todesopfer hat am Samstag ein Zimmerbrand in Rinchnach gefordert. Wie das Polizeipräsidium Niederbayern in einer Pressemitteilung bekannt gibt, handelt es sich bei dem Toten um einen 26-jährigen Mann, der von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden konnte. Warum der Brand ausbrach, ist derweil noch nicht geklärt.

Gegen 8.45 Uhr waren laut dem Regener Kreisbrandmeister Marco Dietl mehrere Feuerwehren durch die Integrierte Leitstelle Straubing zunächst mit dem Einsatzstichwort „Rauch aus Dachboden“ alarmiert worden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich rasch die Lage: Im Dachgeschoss war ein Feuer ausgebrochen, das bereits auf den Dachstuhl überzugreifen drohte. Aufgrund der starken Rauch- und Brandentwicklung wurde umgehend die Drehleiter der Feuerwehr Regen nachalarmiert sowie die Alarmstufe auf „Brand 4“ erhöht, da ein größerer Atemschutzeinsatz bevorstand.

Mehrere Atemschutztrupps gingen laut Dietl sofort zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude. Dabei wurde nach Feuerwehrangaben im Dachgeschoss eine leblose Person entdeckt. Die Einsatzkräfte brachten die Person umgehend ins Freie, jedoch konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Alle weiteren Bewohner konnten das Haus rechtzeitig und unverletzt verlassen.

Die Wasserversorgung stellte die Feuerwehr über mehrere Leitungen sicher: Neben einem Hydranten wurden auch zwei sogenannte B-Leitungen von einem rund 400 Meter entfernten Bach gelegt. Eine zusätzliche Leitung von einer Zisterne im Gewerbegebiet stand in Bereitschaft. Durch den massiven Innenangriff sowie den Einsatz der Drehleiter gelang es den Feuerwehrkräften, den Brand relativ schnell unter Kontrolle zu bringen. Die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch auch mittags noch an.

Während des Einsatzes wurde ein Feuerwehrmann unter Atemschutz leicht verletzt. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte aus zahlreichen umliegenden Feuerwehren vor Ort, darunter Einheiten aus Rinchnach, Ellerbach, Kasberg, Bärndorf, Bärnzell, Kirchberg, Kirchdorf, Mitterbichl, Regen, Schlag, Schweihütt und Weißenstein. Die Einsatzleitung lag beim Kommandanten der Feuerwehr Rinchnach, Andreas Lederle, der von mehreren Führungskräften der Kreisbrandinspektion unterstützt wurde.

Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens lagen gegen Mittag noch keine Informationen vor. Die Ermittlungen der Polizei wurden aufgenommen.

Innerhalb kürzester Zeit wurden parallel zum Brand in Rinchnach ein Verkehrsunfall mit zwei Autos auf der B 85 Höhe Kasberg und ein weiter Zimmerbrand in Bodenmais alarmiert. Beim Verkehrsunfall wurde eine Person mittelschwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Hier waren die Feuerwehren Oberneumais und Zell alarmiert worden, ein Fahrzeug der Feuerwehr Weißenstein sowie KBM Ludwig Sperl, die auf der Fahrt zum Einsatz in Rinchnach waren, leisteten hier Hilfe.

Fast zeitgleiche Alarmierung zu einem Zimmerbrand in Bodenmais

Nahezu zeitgleich zum Alarm in Rinchnach ging ein Alarm bei den Feuerwehren im Bereich Bodenmais zu einem Zimmerbrand ein.

Beim Zimmerbrand in Bodenmais meldete ein Passant eine Rauchentwicklung aus einem Fenster in der Berggasse. Dies stellte sich nach Erkundung durch die Feuerwehr Bodenmais zum Glück als Fehlalarm heraus.

Text und Fotos: Kreisbrandinspektion Regen

Meldung vom: 03.05.2026