Zwei Bewohner haben sich am Sonntagabend aus einem brennenden Einfamilienhaus in Drachselsried im Landkreis Regen gerettet. Das Feuer breitete sich von einer Zwischendecke auf den Dachboden aus und wurde von den Einsatzkräften der alarmierten Feuerwehren ohne Öffnen des Dachs gelöscht. Verletzt wurde niemand.
Wie Polizei, Kreisbrandinspektion und Rotes Kreuz berichten, ist am Sonntagabend gegen 22.20 Uhr in einem Einfamilienhaus in Drachselsried ein Feuer ausgebrochen. Ein Bewohner (34) bemerkte eine starke Rauchentwicklung im Obergeschoss und brachte sich und seine 73-jährige Mutter ins Freie.
Feuerwehr löscht Brand ohne Öffnen des Dachs
Das Feuer war im Bereich einer Zwischendecke ausgebrochen und hatte sich auf den Dachboden ausgebreitet. Die Feuerwehren aus Drachselsried, Arnbruck, Oberried, Thalersdorf und Bodenmais gingen mit zahlreichen Atemschutzträgern gegen die Flammen vor. Insgesamt waren 18 Atemschutzgeräteträger im Einsatz. Das Feuer konnte gelöscht werden, ohne das Dach öffnen zu müssen.
Die Atemschutzwerkstatt Zwiesel versorgte die eingesetzten Feuerwehren mit zusätzlichen Atemschutzgeräten aus der Landkreisreserve. Insgesamt waren rund 85 Einsatzkräfte sowie Beamte der Polizei vor Ort. Rettungsdienst sichert Löscharbeiten ab
Auch der BRK-Rettungsdienst war zur Absicherung der Löscharbeiten im Einsatz. Die Integrierte Leitstelle Straubing alarmierte dafür einen Rettungswagen aus Bodenmais und den Einsatzleiter Rettungsdienst. Zwei Sanitäter und Einsatzleiter Christoph Göstl rückten aus. Verletzte mussten aber nicht versorgt werden.
Die Einsatzleitung hatte der Drachselsrieder Feuerwehrkommandant Georg Hirtreiter inne. Unterstützt wurde er von Kreisbrandinspektor Christian Stiedl sowie den Kreisbrandmeistern Thomas Müller, Heinrich Mühlbauer und Hans Richter.
Bewohner kommen nach dem Brand bei Verwandten unter
Auch Bürgermeister Johannes Vogl kam zur Einsatzstelle und bot den Bewohnern die Unterstützung der Gemeinde an. Der 34-Jährige und seine Mutter kamen zunächst bei Verwandten unter.
Die Löscharbeiten und der Einsatz dauerten laut Kreisbrandinspektor Christian Stiedl bis etwa 1.45 Uhr. Noch in der Nacht nahmen Beamte der Polizeiinspektion Viechtach erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein technischer Defekt an einem Deckenstrahler das Feuer ausgelöst haben.
Der Sachschaden wird auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag geschätzt.
Quelle: PNP