Wenn der Wald brennt: Feuerwehren bereiten sich mit einem Pilotlehrgang auf Landkreisebene auf den Klimawandel vor.

Wie können Feuerwehren Wald- und Vegetationsbrände sicher und wirkungsvoll bekämpfen? Mit dieser Frage beschäftigten sich 22 Teilnehmer bei einem Pilotlehrgang im Landkreis Regen. Die Theoretische Ausbildung fand im Gerätehaus der Feuerwehr Viechtach statt und vermittelte Grundlagen für Einsätze im Gelände, das Erlernte konnte dann im Umfeld des Distelberges in Form von Gruppenarbeiten mit praktischen Übungen umgesetzt werden.

Brände in Wäldern und auf bewachsenen Flächen bringen besondere Anforderungen mit sich. Einsatzkräfte müssen sich häufig abseits befestigter Straßen bewegen und ihre Arbeit an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Zugleich sind klare Sicherheitsregeln, eine gute Abstimmung innerhalb der Mannschaft und ein überlegter Umgang mit den vorhandenen Mitteln wichtig. Der Lehrgang sollte den Teilnehmern dafür grundlegendes Wissen und praktische Erfahrungen vermitteln.

Fachbegriffe, Regeln und Ausrüstung

Zum Auftakt arbeiteten die Teilnehmer in Gruppen. Dabei setzten sie sich mit wichtigen Fachbegriffen, grundlegenden Regeln und der Ausrüstung für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung auseinander. Die Gruppenarbeit gab ihnen Gelegenheit, die Inhalte gemeinsam zu erarbeiten und unterschiedliche Erfahrungen einzubringen.
Ein Schwerpunkt lag auf den Sicherheitsregeln. Die Teilnehmer lernten, welche Bedeutung ein umsichtiges Vorgehen bei Einsätzen im Gelände hat und welche Regeln bei der Brandbekämpfung beachtet werden müssen. Sicherheit ist dabei nicht nur eine Frage der persönlichen Schutzausrüstung: Auch die Abstimmung der Kräfte und ein gemeinsames Verständnis der Abläufe sind wichtige Voraussetzungen für die Arbeit am Einsatzort.

Wasser und Schlauchleitungen im Blick

Ein weiterer Ausbildungsbereich war das Management von Wasser und Schlauchmaterial. Die Feuerwehrkräfte beschäftigten sich damit, wie Wasser im Einsatz sinnvoll eingesetzt und die Schlauchleitungen zweckmäßig gehandhabt werden. Gerade bei Vegetationsbränden kann der Umgang mit diesen Ressourcen entscheidend sein. Die Einsatzkräfte müssen die Situation im Gelände berücksichtigen und ihre Mittel entsprechend einsetzen.
Neben der Wasserversorgung ging es auch um die praktische Organisation der Arbeit mit den Schläuchen. Die Teilnehmer lernten, worauf beim Verlegen und beim Umgang mit den Leitungen zu achten ist. Die theoretischen Inhalte sollten dabei nicht für sich stehen, sondern anschließend in der praktischen Ausbildung angewendet werden.

Erlerntes im Gelände umgesetzt

Nach den Gruppenarbeiten und der Vermittlung der Grundlagen folgten Übungen im Gelände. Dort konnten die Teilnehmer die besprochenen Inhalte praktisch umsetzen und die Abläufe unter einsatznahen Bedingungen erproben. So wurde aus der gemeinsamen Erarbeitung der Fachbegriffe und Regeln eine konkrete Übungssituation.
Die praktische Ausbildung gab den Feuerwehrleuten Gelegenheit, sich mit den Anforderungen vor Ort vertraut zu machen und das Zusammenspiel von Sicherheitsregeln, Wasser- und Schlauchmanagement sowie Vorgehen im Gelände zu üben. Dabei stand im Mittelpunkt, die zuvor erarbeiteten Grundlagen in die Praxis zu übertragen.

Die Rückmeldungen der 22 Teilnehmer fielen sehr positiv aus. Der Lehrgang bot ihnen eine Gelegenheit, sich gezielt mit der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung auseinanderzusetzen und wichtige Grundlagen für entsprechende Einsätze kennenzulernen. Die Kombination aus Gruppenarbeit und praktischen Übungen im Gelände machte die Ausbildung anschaulich und praxisbezogen.

Als Ausbilder begleiteten Martin Alt von der Feuerwehr Viechtach, Florian Denk und Dominik Vogl von der Feuerwehr Auerkiel, Michael Seitz von der Feuerwehr Sohl sowie Markus Weiss von der Feuerwehr Patersdorf den Lehrgang. Die Leitung hatte Kreisbrandmeister Ludwig Sperl.

Bericht & Bild: KBM Dietl M.

Meldung vom: 07.10.2026